Wie hoch ist der Omega-3-Verzehr in verschiedenen Regionen der Welt?

Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass die Bevölkerung zu wenig der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA zu sich nehmen. Diese Fettsäuren sind deswegen so interessant, weil sie eine entscheidende Rolle in der Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen spielen. Die World Health Organisation (WHO) empfiehlt aktuell von beiden Fettsäuren in Summe insgesamt 500 mg pro Tag zu sich zu nehmen. Dazu muss man übrigens nicht jeden Tag Fisch essen, sondern es ist auch ausreichend, seinen Bedarf mit ein bis zwei Portionen pro Woche zu stillen.

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Um diese Zahl besser einordnen zu können, lohnt es sich einen genaueren Blick auf die durchschnittliche Einnahme verschiedener Regionen zu werfen, um überhaupt einen Eindruck davon zu bekommen, wieviel EPA und DHA wir tatsächlich zu uns nehmen.

Land oder RegionBeschreibungEinnahme von EPA + DHA (mg/Tag)
Allgemeinkein oder unregelmäßiger Fischkonsum<<100
AustralienErwachsene143
NordamerikaErwachsene200
UKErwachsene244
MitteleuropaErwachsene250
FrankreichFrauen, 45–63 Jahre344
NordeuropaErwachsene590
JapanErwachsene950


Länder mit hohem Fischkonsum liegen erwartungsgemäß bei der Omega-3-Aufnahme an der Spitze. Viele Regionen liegen bei der Aufnahme von EPA und DHA allerdings deutlich unter den Empfehlungen. Was aus den Mittelwerten leider nicht sofort ersichtlich ist: Bei einem großen Teil der Bevölkerung steht Fisch nur sehr selten oder gar nicht auf dem Speiseplan. In Großbritannien essen beispielsweise 27 % der Bevölkerung überhaupt keinen fetten Fisch. Besonders dieser Teil der Bevölkerung gilt als kritisch unterversorgt.

Quelle: D. Givens et al., Current intakes of EPA and DHA in European populations and the potential of animal-derived foods to increase them, Proceedings of the Nutrition Society (2008), 67, 273–280

Bildquelle: Larry Jacobsen,
https://www.flickr.com/photos/ljguitar/4613953552 (CC BY 2.0)

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