Wie taue ich gefrorene Lebensmittel richtig auf?

Jetzt, wo das Wetter wieder schön ist und die Temperaturen über 30 °C klettern, kommt es leider auch immer häufiger zu Lebensmittelvergiftungen. Gerade eben las ich in einem Zeitungsartikel, dass mehrere Menschen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, weil sie Thunfischsalat gegessen hatten. Diagnose: Histaminvergiftung.

Fotolia_61142479

Um die Gefahr niedrig zu halten, sollte man, ganz besonders wenn man an einer Histaminunverträglichkeit leidet, äußerst sorgfältig mit empfindlichen Lebensmitteln umgehen. Das größte Gefahrenpotential geht von Fisch aus. Er sollte möglichst gefroren gekauft werden. Vor der Zubereitung stellt sich dann aber die Frage: Wie taut man ihn richtig auf?

Leider wissen viele Menschen nicht, wie man gefrorene Lebensmittel richtig auftaut. Die Fischfilets werden bei Zimmertemperatur für einige Stunden zum Auftauen auf einen Teller gelegt. Das geht zwar schnell, birgt allerdings die Gefahr, dass sich Keime, die sich schon auf dem Produkt befinden, schlagartig vermehren können. Dünnere Stellen am Fisch bieten nach einiger Zeit schon günstige Wachstumsbedingungen für histaminproduzierende Keime, obwohl andere Teile des Fisches noch gefroren sind - das kann innerhalb kürzester Zeit zu einer erheblichen Histaminbelastung führen! Deswegen sollte man Fisch niemals bei Zimmertemperatur auftauen lassen! Stattdessen sollte er abgedeckt an der tiefsten und kühlsten Stelle des Kühlschranks, am besten über Nacht, auftauen. Die niedrigen Temperaturen bremsen das Wachstum schädlicher Keime und halten die Histaminbelastung gering. Durch das Abdecken vermeidet man Kreuzkontaminationen mit anderen Lebensmitteln. Alternativ kann man auch versuchen die gefrorenen Filets direkt zu verarbeiten.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Umgang mit großen gefrorenen Produkten, wie Hühnern, Enten, Gänsen oder Truthähnen. Man riskiert leicht eine Lebensmittelvergiftung, wenn man diese Produkte an ungeeigneten Orten, wie der Badewanne oder der Garage auftauen lässt. Stattdessen sollte das Geflügel zwei Tage abgedeckt im unteren Teil des Kühlschrankes auftauen. Nur so stellt man sicher, dass das Geflügel hygienisch bleibt. Außerdem sollte man die Tiere nicht waschen. Dadurch können sich die Keime überall in der Küche verbreiten und andere Produkte kontaminieren. 2013 gab es allein in Großbritannien über 3000 Fälle von Lebensmittelvergiftungen, weil beim Umgang mit dem Geflügel gravierende Fehler begangen wurden.

Bildquelle: © Viktor / Fotolia.com

© 2011-2018 Baliza GmbH - Impressum & Datenschutz

top