Histamin, Fructose und Co.




Die App Histamin, Fructose und Co. richtet sich an alle, bei denen Nahrungsmittelunverträglichkeiten diagnostiziert wurden und die sich mit diesem komplizierten Thema auseinandersetzen müssen. Sie deckt folgende Bereiche ab:

  • Histaminintoleranz und Mastozytose (Histamingehalt in Lebensmitteln, Histaminliberatoren, biogene Amine und DAO-Hemmer)
  • Tyraminintoleranz
  • Fructosemalabsorption (Fructosegehalt, Fructoseüberschuß und Fructose-zu-Glucose-Verhältnis)
  • Sorbitunverträglichkeit
  • Lactoseintoleranz
  • FODMAP-arme Ernährung (berücksichtigt Fructose- und Sorbitgehalt, Lactose sowie problematische Ballaststoffe)
  • Salicylat- bzw. Aspirinintoleranz
  • Glutenunverträglichkeit
  • Zusätzliche Filter für Weizen, Soja, Hefe, Sulfite, Milch, Ei, Fleisch, Rind, Schweinefleisch und Honig

Die App Histamin, Fructose & Co. beinhaltet eine umfangreiche Datenbank mit Nahrungsmitteln, Zusatzstoffen und Medikamenten. Sie hilft allen Betroffenen bei der Auswahl geeigneter Lebensmittel, damit sie sich ausgewogen ernähren können. Die App wurde im Rahmen des 13. Deutschen Allergie-Kongresses in Dresden mit dem Digital Health Heroes-Award ausgezeichnet!


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Was sollten Sie zu Nahrungs­mittel­unverträglich­keiten wissen?


Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 2 bis 5 % der Bevölkerung an Nahrungsmittel­allergien und 10 bis 20 % der Bevölkerung an einer oder mehreren Lebensmittel­unverträglichkeiten leiden. Diese Zahlen sind äußerst beunruhigend, wenn man bedenkt, wie wenig über diese Erkrankungen eigentlich bekannt ist. Die Dunkelziffer dürfte sehr hoch liegen. Häufig wird das sog. Reizdarmsyndrom (RDS) diagnostiziert – die eigentlichen Auslöser der Beschwerden bleiben in der Regel unbekannt.

Lebensmittel­unverträglichkeiten sind sehr schwierig zu diagnostizieren, denn die Symptome können u. U. erst nach Stunden oder gar Tagen auftreten. Deswegen können viele Menschen ihre Beschwerden nicht bestimmten Lebensmitteln zuordnen. Leider sind häufig gerade die Lebensmittel problematisch, die man täglich zu sich nimmt und nach der Diagnose von Lebensmittel­unverträglichkeiten kann der Ernährungsplan gehörig durcheinander gebracht werden.




Es gibt viele Arten von Nahrungs­mittel­unverträglich­keiten: Am bekanntesten dürften Abbaustörungen von bestimmten Zuckerarten sein. Man kann eine gewisse Menge von Milch- oder Fruchtzucker vertragen, nimmt man aber zu viel zu sich, kommt es zu Blähungen, Bauch­schmerzen oder Durchfällen. Im Grunde genommen kann jeder Mensch nur eine bestimmte Menge dieser Zucker vertragen. Bei Fruchtzucker geht man sogar davon aus, dass etwa ein Drittel der Menschheit bei übermäßigem Verzehr mit Unverträglichkeits­reaktionen reagiert. Um die Zahlen jedoch etwas zu relativieren, nur ein gewisser Teil dieser 33 % leidet wirklich ernsthaft unter den Nachwirkungen. Die Beschwerden können dann allerdings äußerst heftig sein.

Noch schlimmer gestaltet sich die Situation bei Gluten, einem bestimmten Eiweiß, das in den meisten Getreidesorten vorkommt. Selbst kleinste Mengen lösen bei Menschen, die an der sog. Zöliakie erkrankt sind, entzündliche Darmveränderungen hervor. Nur eine lebenslange, glutenfreie Diät führt zu einem Abklingen einer langen Liste von Beschwerden. Am wenigsten bekannt sind mit Sicherheit die Histamin- und Salicylatintoleranz. Bei der Histaminintoleranz verursachen histaminhaltige Lebensmittel unspezifische, schwer zuzuordnende Beschwerden wie Kopfschmerzen, Durchfall, Abgeschlagenheit, Hautausschläge oder Asthma. Salicylate können bei Betroffenen der Salicylatintoleranz Beschwerden auslösen, die allergischen Reaktionen sehr ähnlich sind.


Schwieriger Weg bis zur richtigen Diagnose


Viele Patienten kommen erst nach vielen Jahren zu einer richtigen Diagnose mit dazugehöriger Ernährungsumstellung. Durch die Karenz bestimmter Lebensmittel bessert sich oft mit der Zeit die Symptomatik deutlich. Man muss allerdings häufig auf viele gewohnte Lebensmittel verzichten, die man täglich gegessen hat. Mit einer isolierten Unverträglichkeit wie der Lactoseintoleranz kann man nach kurzer Eingewöhnungszeit recht gut klarkommen. Bei Mehrfachintoleranzen ist die Situation allerdings schon sehr viel schwieriger. Viele Lebensmittel, die bei einer Unverträglichkeit verträglich sind, verursachen möglicherweise bei einer weiteren Unverträglichkeit extreme Beschwerden. Eine extreme Situation, die leider viele Menschen vor eine große Herausforderung stellt.

Das Leben mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist kompliziert, aber nicht unmöglich. Mit etwas Erfahrung und Geschick kann man selbst in den schlimmsten Fällen noch sehr schmackhafte Gerichte zubereiten. Wir möchten Sie gerne dabei unterstützen.


Was bietet die App?


Wir haben die aktuellsten Informationen zum Thema Unverträglichkeiten in der App vereint. Es wurden unzählige wissenschaftliche Artikel und Fachliteratur ausgewertet und um persönliche Erfahrungen ergänzt, um ein möglichst umfangreiches und fehlerfreies Werk zu erhalten. Wir versuchen, soweit vorhanden nur vertrauenswürdige Quellen wie Bücher und wissenschaftliche Publikationen zu verwenden. Für die Daten sind jeweils die Quellen angegeben. Das Gebiet der Nahrungs­mittel­unverträglich­keiten ist stark von Mythen und Hörensagen geprägt, das macht es teilweise sehr schwer verlässliche Informationen zu bekommen. Bisher haben wir hunderte Stunden Arbeit in die Datenrecherche investiert und stehen außerdem in intensivem Kontakt mit anderen Betroffenen und pflegen viele ihrer Erfahrungen mit ein.

Durch einfaches Antippen eines Lebensmittels öffnet sich eine detaillierte Produktansicht. Dort findet man eine farbige Bewertung der Verträglichkeit und Angaben zum Gehalt problematischer Inhaltsstoffe. So identifizieren Sie z. B. fructosehaltiges Obst oder finden histaminarme Lebensmittel. Nahrungs­mittel­unverträglich­keiten wirken sich individuell sehr unterschiedlich aus. Deswegen findet man weitere Angaben, die die Einschätzung der eigenen Verträglichkeit eines Lebensmittels erleichtern. Durch die übersichtliche Darstellung in Kategorien kann man in Sekunden­schnelle alle Produkte nachschlagen und mit der Suchfunktion nach ihnen suchen.

Die App hat sich seit ihrem Erscheinungstermin sowohl im Funktionsumfang, als auch bei den enthaltenen Informationen deutlich erweitert. Dabei sind auch viele Vorschläge Betroffener mit eingeflossen. Bitte sagen Sie uns unbedingt Bescheid, wenn Sie etwas vermissen. Wir werden versuchen, die notwenigen Informationen zu recherchieren, um das Lebensmittel einzubauen. Das ist nicht immer einfach, leider gibt es oft keine wissenschaftlichen Untersuchungen, weswegen wir nichts versprechen können. Wir versuchen aber unser Bestes.


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