Wieviel zugesetzter Zucker steckt eigentlich in deinem Essen?

Vielen Lebens­mitteln und Getränken wird beim Herstellungs­prozess Zucker zugesetzt, um Geschmack, Textur oder Haltbar­keit zu verbessern. Dies kann in Form verschiedener Zucker­arten geschehen, darunter Saccharose (Haushalts­zucker), Frucht­zucker (Fructose), Glucose-Fructose-Sirup oder Maissirup mit hohem Frucht­zucker­gehalt. Weil Zucker so günstig ist, findet man ihn in vielen Lebens­mitteln, bei denen man es gar nicht erwarten würde, beispiels­weise Brot oder Wurst. Man nimmt also ständig – bewusst oder unbewusst – zugesetzte oder andere leicht verwert­bare freie Zucker zu sich und das bleibt nicht ohne Folgen.

zuckerzusatz

Überhöhter Zucker­konsum durch zugesetzten Zucker


Der Verzehr von großen Mengen an zugesetztem Zucker gibt aus einer Reihe von Gründen Anlass zur Besorgnis. Häufig nimmt man dadurch mehr Kalorien zu sich als man eigentlich möchte. Viele verarbeitete Lebens­mittel und Getränke enthalten einen hohen Anteil an “leeren Kalorien”, die zwar Energie liefern, aber sehr nährstoff­arm sind. Dies kann auf lange Sicht zu einer Gewichts­zunahme führen (siehe Tabelle 1). Darüber hinaus können zugesetzte Zucker zu einer Reihe von gesund­heitlichen Problemen führen, darunter Typ-2-Diabetes und Herz­erkrankungen.

Lebensmittel (pro Portion)Zugesetzter Zucker
Cola (1 großes Glas)52,5 g
Cornflakes (gezuckert)29 g
Energydrink (1 Dose)26,4 g
Vollmilch­schokolade23 g
Nuss-Nougatcreme (2 EL)20,4 g
Erdbeer­joghurt (1 Becher)10,2 g
Banane0 g
Tabelle 1: Zugesetzter Zucker in einigen ausgewählten Lebens­mitteln.


Was sind freie oder zugesetzte Zucker?


Zugesetzte Zucker werden von Lebens­mittel­herstellern oder Verbrauchern bei der Verarbeitung oder Zubereitung hinzufügt. In die selbe Kategorie fallen aber auch Zucker­arten, die natürlich in Honig, Sirupen, Frucht­säften und Frucht­saft­konzentraten vorkommen. Dort liegen sie als sog. freie Zucker vor, die den Blut­zucker­spiegel schnell ansteigen lassen. Zugesetzte oder freie Zucker sind ernährungs­physiologisch viel problematischer als Zucker, der beispiels­weise wie in Obst oder Gemüse in eine Ballast­stoff­matrix eingebettet ist und im Verdauungs­trakt deutlich langsamer freigesetzt wird.


Welche Empfehlungen gibt es zur Zucker­aufnahme?


Die Welt­gesundheits­organisation (WHO) empfiehlt, dass zugesetzte Zucker nicht mehr als 10 % der gesamten täglichen Kalorien­zufuhr ausmachen sollten. Für einen Erwachsenen mit einem normalen Body-Mass-Index (BMI) entspricht dies etwa 50 Gramm oder 12 Tee­löffeln Zucker pro Tag.

Bei diesem Wert handelt es sich übrigens nicht um eine Mengen­empfehlung, sondern um die maximale Ober­grenze. Laut WHO verspricht eine weitere Reduktion auf 5 % der täglichen Kalorien­zufuhr weiteren gesund­heitlichen Nutzen. Die reduzierte Zufuhr an freien Zuckern hat keine Nach­teile – ganz im Gegen­teil. Je niedriger der Anteil an freien oder zugesetzten Zuckern an der Kalorien­zufuhr ist, desto höher ist die Nähr­stoff­dichte.


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Mit unserem Ernährungs­profil für zugesetzte Zucker kann man der Empfehlung der WHO einfach folgen. Die App kennt den Anteil an zugesetztem Zucker in allen Lebens­mitteln und das Tage­buch hilft dabei, die tägliche Aufnahme zu erfassen und sich an die maximal empfohlene Menge zu halten.


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Quelle:
Guideline – Sugars intake for adults and children, World Health Organization, Geneva (2015)

Bild:
Foto von oning auf Unsplash